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25 Jan

Sansibar – Eine Oase im indischen Ozean

Nachdem wir in Kenia eine spannende Safari erlebt haben, liegt das nächste Reiseziel vor uns: die Gewürzinsel Sansibar.

Die Insel liegt vor der Küste Tansanias im Indischen Ozean, der das ganze Jahr über Badewannentemperatur bietet, und ist somit das ganze Jahr über gut zu bereisen.

Von Mombasa aus geht es in einem knapp einstündigen Flug mit tollen Ausblicken auf die Küste Kenias nach Sansibar. Ein Farbenspiel aus Blau, Grün und Türkis, in das man einzutauchen scheint, bis die Maschine auf der Landepiste des kleinen Flughafens aufsetzt.

Hier besuchen wir zunächst die Inselhauptstadt Stone Town, das pulsierende Herz der Insel. Ein Spaziergang durch die Altstadt ist wie ein Besuch in einer anderen Welt – vorbei an Eselkarren, Ständen mit frisch gepresstem Zuckerrohrsaft mit Limone und Ingwer, verschleierten Frauen, die lachend und schwatzend auf steinernen Bänken vor den Häusern sitzen, alten Männer, die Bao spielen, neugierigen Kindern, die freundlich „Jambo“ rufen.

Stone Town ist in grauen Stein gemauerte Geschichte und Unesco-Weltkulturerbe. Die Stadt ist ein Schmelztiegel der verschiedensten Kulturen, die hier im Laufe der Jahre vor Anker gegangen sind, und so spüren wir beim Schlendern durch die engen Gassen arabische, indische und andere asiatische Einflüsse.

Die meisten Häuser wurden etwa vor 150 Jahren aus Korallengestein gebaut, viele sind wunderschön renoviert und restauriert. Wir besichtigen die Anglikanische Kirche, das Nationalmuseum und die ehemaligen Sklavenkammern. Anschließend geht es zum Alten Fort, „Haus der Wunder“ und der Residenz des letzten Sultans. Wir fühlen uns in die Welt von „1000 und einer Nacht“ versetzt!

Einer der bekanntesten Söhne Sansibars hat die Insel früh verlassen. Eine kleine Tafel an einer Hauswand erinnert an Freddie Mercury, der 1946 als Farrokh Bulsara in Stone Town geboren wurde. Mit neun Jahren zog er nach Indien, anschließend emigrierte die Familie nach England.

Unser Hotel, das Zanzibar Serena Inn, liegt direkt am Meer, am Rande der legendären Altstadt. Vom Pool des Hotels haben wir einen schönen Blick auf den Hafen der Stadt, von dem aus Fähren und Dhows unter anderem nach Daressalam auf dem tansanischen Festland und Pemba verkehren. Das Hotel gehört zu den „Small Luxury Hotels of the World“ und verteilt sich auf zwei historische Gebäude. Als bestes Hotel der Stadt schmiegt es sich wie ein kleiner Palast in die Küstenlandschaft ein. Im Restaurant mit Meerblick genießen wir am Abend frische Meeresfrüchte.

 

Unser nächstes Ziel sind die Traumstrände im Osten der Insel. Ca. eine Stunde fahren wir durch grüne, fruchtbare Gewürzplantagen zur kleinen Ortschaft Bwejuu. Hier liegt der Club Breezes Beach****+. Der kilometerlange, herrlich weiße Sandstrand lädt zu langen Spaziergängen und das türkisfarbene Meer zu einem erfrischenden Bad ein. Die Küste ist stark durch Ebbe und Flut geprägt. Wir werden sehr herzlich empfangen und sind sofort von der privaten, familiären Atmosphäre begeistert. Der Club ist sehr individuell eingerichtet und die wunderschöne Garten- und Poolanlage lädt zum Verweilen ein. Am Abend genießen wir ein Dinner im „The Tides“ in einem Pavillon direkt am Strand.

zu. Auf der Rückfahrt besuchen wir noch eine Gewürzfarm, wo wir eine bunte Palette an Gerüchen und Geschmacksnuancen erleben.Früh am nächsten Morgen starten wir zu einem Bootsausflug in die Inselwelt südlich von Sansibar. Der Indische Ozean lädt hier Taucher und Schnorchler auf Entdeckungsreise in die bunte Unterwasserwelt ein. Hier liegen kleine Koralleninseln. Auf einer dieser Inseln bereitet uns unsere Bootscrew gegen Mittag einen leckeren Meeresfrüchtelunch

Weiter geht es nach Nungwi an der Nordspitze von Sansibar. Hier wird gehämmert, geschmirgelt und gesägt. Der Ort ist das Zentrum des Bootsbaus. Außerdem gibt es hier die schönsten Strände der Insel – und mit dem Diamonds La Gemma dell’Est und dem Hideaway of Nungwi Resort & Spa zwei echte Hotelperlen.

Weiter geht es Richtung Westen, wo sich tief im tropischen Wald ein besonderes Juwel versteckt. Das Kilindi Zanzibar. Fünfzehn weiße Pavillons inmitten eines tropischen Gartens direkt am Strand bieten Privatsphäre pur. Unsere Badutensilien sollen wir in einer extra aufgestellten Truhe unterbringen rät uns der Hotelier. Warum das? Weil in den offen gestalteten Bädern öfters einmal Affen zu Besuch kommen und sich an allem bedienen, was offen herum liegt.

Wem das dann doch etwas zu naturnah ist, dem seien die komfortablen Hotelresorts an der Ostküste empfohlen. Das Melia, das Blubay Resort, das Neptune Pwani und das Sultan Sand lassen keine Wünsche offen. Hier ist für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel etwas dabei.

Den letzten Abend genießen wir auf der Terrasse der Hakuna Matata Beach Lodge inmitten hoher Mangobäume. Die Sonne geht unter. Ein magischer Moment, der nur wenige Minuten dauert. Dann legt sich die Nacht über Sansibar und man hört nur noch den Wind über den Dächern und die sanfte Brandung des Indischen Ozeans.

Astrid Cantauw

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