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22 Sep

Kenia – das Land, wo sich Himmel und Erde küssen

Liebe Afrika-Entdecker,

in regelmäßigen Abständen besuchen wir, die Mitarbeiter von Severin Travel Africa, unsere wunderschönen Unterkünfte Severin Sea Lodge und Severin Safari Camp. Wir reisen sozusagen in die Herzkammer unseres Unternehmens. Selbstverständlich informieren wir uns in diesem Zuge auch über unsere Partnerhotels an der Küste Kenias und in den Nationalparks. Für unsere Afrika-Expertin Jenny ging es im Frühjahr 2020 auf Reisen. Hier ihr toller Bericht:

“Mit Deutschlands beliebtesten Ferienflieger Condor geht es am ab Frankfurt nach Mombasa. Das Fluggerät ist prima ausgestattet, die Flugzeit ist Dank des Bordunterhaltungsprogramms sehr kurzweilig. Nach rund 8,5 Stunden erreiche ich mein Ziel.

Jambo! Als ich das Flughafengebäude verlasse, empfängt mich der Severin-Fahrer bereits freudestrahlend.
Der Vorteil, wenn man abends landet: es ist kaum Verkehr auf den Straßen. Somit benötigen wir nur rund 45 Minuten zum Hotel. Obwohl ich mit ein paar anderen Reisegästen nach 22 Uhr im Hotel ankomme, dürfen wir im Hotelrestaurant noch zu Abend essen und einer kenianischen Gesangsgruppen lauschen.

Der heutige Tag steht im Zeichen von Kenias Südküste. Wir, das sind meine kenianische Kollegin Caroline, unser Fahrer und ich, brechen um 6 Uhr auf. Auf den Straßen beginnt langsam das bunte Treiben. Nach rund 35 Minuten erreichen wir die Likoni Fähre. Es ist noch wenig los, sodass wir direkt auf die Fähre gewunken werden. Die Autofähre füllt sich jedoch schnell mit Fahrzeugen aller Art: egal ob Fahrrad, Viehanhänger oder LKW, jeder findet sein Plätzchen. Die restlichen Lücken werden mit Fußgängern gefüllt. Es bietet sich mir ein spektakuläres Bild. Die Überfahrt dauert rund 15 Minuten, und ein wenig später, gegen 08.30 Uhr, erreichen wir das Hotel Coconut Beach, ein Boutique Hotel am Amani Tiwi Beach, das gerade renoviert und umgebaut wird. Von detaillierten Hotelbeschreibungen möchte ich in diesem Bericht absehen, gehe aber gerne darauf ein, wenn Sie Fragen haben.

Weiter geht es zum Leopard Beach, Baobab Beach Resort, Papillon Beach, Diani Sea Resort und Swahili Beach Resort. Besonders hervorheben möchte ich dennoch den Besuch des Boutique Hotels African Pearl. Der General Manager hat ein Händchen für Farbe und Design, es ist ein kleines Juwel am Diani Beach. Die französische Weinkarte sowie die Sea-Food Speisekarte lassen das Genießerherz höherschlagen. Auch sportlich aktive Gäste kommen hier auf ihre Kosten. Die Übernachtungs- und Verpflegungskosten bewegen sich in einem guten Preis-Leistungsverhältnis.

Am Folgetag stehen die Hotels der Nordküste auf dem Programm. Die Nordküste erstreckt sich von Nyali Beach bis Mtwapa Creek. Ein großes Plus für alle Gäste, die an der Nordküste ihren Urlaub verbringen, ist die geringe Transferzeit zum Flughafen und zum Bahnhof. Sie liegt je nach Verkehrsaufkommen zwischen 40-80 Minuten. An der Nordküste besuchen wir die Hotelanlangen Voyager, Bahari Beach Hotel, Pride Inn Hotel, Travellers und das Serena Beach Hotel. Hier ist, ähnlich wie an der Südküste, definitiv für jede Zielgruppe und jede Preisvorstellung etwas zu finden.

Ab heute steht eine viertägige Safari auf dem Programm, deren Bestandteile auch bei uns buchbar sind. Ich stärke mich also bei einem kleinen Frühstück, bevor es um 6 Uhr mit meinem Transferfahrer zum Safari-Treffpunkt geht. Ich besuche zuerst für eine Nacht den Tsavo Ost Nationalpark und anschließend für zwei Nächte den Tsavo West Nationalpark.

Der Tsavo Ost Nationalpark ist für seine rote Erde und seine roten Elefanten bekannt. Er hat eine Größe von 11.000 qm². Die rote Erde im Kontrast zu dem blauen Himmel ist eine Augenweide. Wir passieren um 11:00 Uhr das Gate und werden nach kurzer Fahrzeit von einer kleinen Elefantenherde begrüßt. Neben einer Elefantenkuh mit ihrem Nachwuchs passieren unzählige Antilopen, Kudus und Erdmännchen unser Safarifahrzeug. In einem Wasserloch lassen es sich zwei Nilpferde gut gehen. Zur Mittagszeit erreichen wir unsere sehr gute und ordentliche Mittelklasse Unterkunft für diese Nacht, die Ashnil Aruba Lodge. Das Mittagsbuffet erwartet uns mit frischen, lokalen Speisen in Buffetform. Von meiner Terrasse blicke ich auf das vor mir liegende Wasserloch, wo zahlreiche Vögel nach Wasser lechzen.

Um 16 Uhr beginnt unsere Nachmittagspirschfahrt, auf der wir weitere rote Elefanten sehen. Aber auch Giraffen und Zebras lassen sich dieses Mal blicken. Was für ein Bild! Vorbei fahren wir an einem Wasserloch auf dessen Anhöhe selbstgefällig ein Löwe liegt und auf seine Beute wartet. Göttlich! Auch eine Hyäne lässt nicht lange auf sich warten, die um einen trägen Vogel schleicht. Eine Pirschfahrt zur Dämmerung ist besonders magisch. Sagen Sie Ihrem Safari-Fahrer, er soll bei Dunkelheit den Motor ausstellen. Dieses Erlebnis ist unbeschreiblich. Lauschen Sie Mutter Natur, und richten Sie den Blick nach oben zum Sternenhimmel. Nach Sonnenuntergang kehren wir, begeistert von all den Eindrücken, in unser Hotel zurück.

Den nächsten Morgen läuten wir mit einer Frühpirsch ein und fahren noch einmal zu dem Wasserloch, wo wir am Vortag den Löwen beobachtet hatten – leider erfolglos. Kein Weg gleicht dem anderen. Zum Frühstücken fahren wir in unser Hotel zurück, wo auch anschließend der Check out stattfindet. Die letzten Stunden Pirschfahrt im Tsavo Ost warten auf uns. Während unserer Fahrt läuft uns dieses Mal ein Straußenpaar vor die Linse – und natürlich auch wieder zahlreiche Elefanten! Was werde ich diese wundervollen Lebewesen, die malerisch rot in der Sonne leuchten, vermissen. 24 Stunden nachdem wir den Nationalpark betreten haben, verlassen wir ihn auch wieder. Dieses Mal jedoch durch das Maingate Voi, welches zur gleichnamigen Stadt gehört und einen Bahnhof besitzt.
Für mich heißt es nun von meiner Reisegruppe Abschied nehmen. Ich habe das große Glück noch zwei weitere Nächte im Tsavo West Nationalpark zu verbringen. Ernest, der Fahrer, der mir von unserem Severin Safari Camp zu Verfügung gestellt wird, wartet mit einem freundlichen Lachen auf auf mich. Es geht los.

Auffällig ist direkt bei der Einfahrt in den Tsavo West Nationalparks, dass die Landschaft, anders als im Tsavo Ost, weniger flach und sandig ist. Auch der rote Boden schwindet langsam dahin. Die beiden Schwesternparks bilden zusammen eine Gesamtfläche von etwa 21.000 qm², das entspricht der Größe des Bundeslands Hessen. Bis 1949 galten sie noch als ein Nationalpark, wurden dann aber von der Regierung getrennt. Der Tsavo West Nationalpark ist geprägt von Hügeln, Felsen, uralten Vulkankegeln und grünen Flächen. Die graue Erde besteht aus Überresten der aktiven Vergangenheit der Vulkane. Wunderschön! In dieser wundervollen Gegend befindet sich unser Severin Safari Camp. Wir fahren vorbei am Rhino Reserve, einem Schutzgebiet, das nur zwei Stunden am Nachmittag geöffnet ist. Es steht in der Obhut von Rangern, die bemüht sind, die seltenen Riesen zu schützen. Des Weiteren fällt mir ein Flussbett mit großen Steinen auf. Es handelt sich um den Fluss Voi, der zahlreiche Orte bis Mombasa mit Frischwasser versorgt. Der Weg führt uns weiter Richtung Westen. Auf unserem Weg ins Camp kommen wir an Giraffen, Zebras, Impalas, Antilopen, Mungos vorbei. Und schließlich, nur wenige Kilometer von unserer Unterkunft entfernt, warten zwei Löwen entspannt am Wasserloch auf unser Fotoshooting.

Wenig später tauchen in der Ferne die goldenen Zeltspitzen unseres Severin Safari Camps auf. Auch einige Zebras machen sich auf den Weg dorthin. Kurz vor der Einfahrt steht zu unserer Linken noch eine wunderschöne, wie ich von Ernest erfahren habe, sehr alte Giraffe. Selten habe ich eine Giraffe mit so tiefen Farben gesehen!
Voller Euphorie komme ich an unserer luxuriösen Unterkunft an. Wie konnte man so ein Stück Paradies mitten in der Wildnis erbauen?! Nach dem Check-In, späten Mittagessen und nettem Plausch mit den Hotelangestellten geht es auf die Nachmittagspirsch. Der Zauber hält inne. Wieder begegnen wir den schönen Zebras, die sich neben unserem Hotel aufhalten. Unterwegs treffen wir auch auf viele Antilopen und Kudus. Dik Diks hatten wir im Tsavo Ost kaum gesehen, aber hier gibt es die süßen Kleinen zuhauf. Zudem entdecken wir ein Uhu Pärchen im Baumwipfel. Mein Fahrer ist äußerst aufmerksam und kennt jeden Stein und Busch beim Namen. Bei der Auswahl des Safarianbieters sollte man grundsätzlich auf Qualität achten, damit man nicht enttäuscht wird.

Nach unserer Abendpirsch habe ich das erste Mal die Gelegenheit, mein komfortables Zelt zu erkunden. Es ist ein Traum. Nach einer kleinen Erfrischung läute ich nach dem Massai, der mich von meinem Zelt zum Restaurant bringt. Bei Dunkelheit sollte man nicht allein über das Gelände laufen, da möglicherweise auch wilde Tiere auf diese Idee kommen. Aber das Hotelpersonal hat den Schutz der Hotelgäste sehr gut im Griff. Im Restaurantbereich begegnen mir bekannte Gesichter aus der Severin Sea Lodge. Wiedersehen macht Freude und auch sie er

zählen voller Begeisterung von ihrer Safari. Wir lassen den Tag gemütlich am Lagerfeuer ausklingen und lauschen den Hyänen.

Am nächsten Morgen beginnt unsere Fahrt wieder vor Sonnenaufgang. Heute steht unter anderem Mzima Springs auf dem Programm. Um 8 Uhr erwartet mich der KWS-Ranger (ein staatlich zertifizierter, bewaffneter Ranger), und wir machen einen etwa einen km langen Walk durch das Gelände. Überall kann man noch die Elefantenspuren erkennen, die sie nur wenige Minuten zuvor hinterlassen haben, wie spannend! Schließlich gelangen wir zur Quelle. Sieben Nilpferde haben vor uns den Weg ins kühle Nass gefunden. Sie mögen die Wärme grundsätzlich nicht und halten sich darum tagsüber im Wasser auf. Ich erkenne ausgewachsene Nilpferde, aber auch kleinen Nachwuchs. Mitten im Gewässer tollen zwei Nilpferde miteinander. Was ein Schauspiel beziehungsweise Hörspiel! Ein einsames Krokodil am Rand des Gewässers lässt sich davon nicht irritieren. Hier könnte man stundenlang innehalten und beobachten. Anschließend geht es zurück in unsere schöne Unterkunft zum Frühstück.

Am Nachmittag beginnt meine letzte Pirschfahrt. Wo ist bitte die Zeit geblieben? Neben unserem Fahrzeug huscht noch schnell eine Warzenschweinfamilie vorbei, bevor die grazilen Giraffen unseren Weg kreuzen. Auch Dik Diks sind wieder präsent.
Heute Abend soll ein weite

res Highlight auf mich warten. Langsam setzt die Dämmerung ein und wir fahren einen Hügel hinauf, bis wir auf einer Anhöhe ankommen, wo für mich und weitere Gäste etwas Tolles vorbereitet wurde: der Sundowner am Poachers Lookout. Die Aussicht raubt mir den Atem. Mit dem Sonnenuntergang fängt auch langsam der Kilimanjaro an, sich aus den Wolken zu hüllen. Das Erlebte lässt sich kaum in Worte fassen. Nach den Canapés und dem Champagner fahren wir glückselig zurück in unser Camp. Das leckere Dinner und die netten Gespräche runden im Severin Safari Camp meinen Aufenthalt ab.

Um kurz nach acht Uhr am nächsten Morgen, nach dem Frühstück und Check-out, wartet Ernest auf mich, um mich zum Bahnhof Mtito Andei zu bringen. Nun heißt es schweren Herzens Abschied nehmen. Bei Abfahrt zeigt sich sogar der Kilimanjaro im strahlenden Glanz. Auf der Pirschfahrt en route laufen uns noch einmal die lieb gewonnen Giraffen, Dik Diks und Zebras über den Weg. Nach rund 1,5 Stunden kommen wir an dem neu erbauten und vor zwei Jahren eröffneten Bahnhof Mtito Andei an. Er wirkt imposant und äußerst gepflegt. Ich muss mich 60 Minuten vor Abfahrt am Bahnhof einfinden und zwei Sicherheitsschleusen passieren. Meine Passdaten wurden vorher benötigt, um mein personalisiertes Zugticket zu bestellen. Pünktlich um 11:24 Uhr erscheint mein Zug. Ich werde von einem Mitarbeiter des Madaraka Express zu dem Abschnitt gebracht, wo mein reservierter Waggon halten wird. Der Zug von Nairobi nach Mombasa fährt zweimal täglich. Der Expresszug fährt ohne Halt von Nairobi nach Mombasa, während der Inter-County auch an kleineren Stationen hält, so wie meiner. Das Reisen mit dem Zug durch Kenia hat viele Vorzüge, man kommt schnell und bequem ans Ziel. Der Zug ist klimatisiert und verfügt genügend Sitzplatzabstand zu anderen Passagieren. Zudem ist der Ticketpreis auch in der ersten Klasse moderat und man erhält kostenloses Mineralwasser und Kekse. Mit dem Zug brauche ich rund drei Stunden, statt der normalerweise sieben Stunden im Auto.

Am Bahnhof Mombasa Terminus erwartet mich mein mir bekannter Transferfahrer. Und nach rund 50 Minuten Fahrzeit treffen wir wieder an der Severin Sea Lodge ein.
Zu guter Letzt schaue ich mir noch die neuesten Zimmer des Hotels an: die Deluxe Zimmer. Sie wurden kürzlich fertiggestellt und unterscheiden sich in der Größe deutlich von den anderen Zimmertypen. Auch die Ausstattung ist modern und sie verfügen über einen schönen Ausblick. Des Weiteren blicke ich hinter die Kulissen und erfahre, wie Frischwasser gewonnen und die Wäsche gewaschen wird. Zudem darf ich mich in der hoteleigenen Werkstatt umschauen.
An diesem Abend heißt es schon Koffer für die Heimreise am Folgetag packen.

Doch bevor es zum Flughafen geht, fahre ich vor Sonnenaufgang mit Caroline zur Hotelbesichtigung nach Watamu. Nach rund zwei Stunden Fahrzeit, vorbei an Manyattas, Sisal-Feldern und Palmenplantagen erreichen wir den Randbezirk nördlich von Watamu und besuchen das Hotel The One. Weitere Hotels, die wir in Watamu besuchen sind das Turtle Bay und das Temple Point Resort und das luxuriöse Hotel Medina Palms. Die Hotels in Watamu bestechen durch ihre Lage am oder in der Nähe des Creeks und gleichzeitig am Meer. Anschließend brechen wir wieder Richtung Severin Sea Lodge auf, um anschließend zum Flughafen zu fahren.

2Mit vielen Eindrücken und Reiseideen für Ihren Traumurlaub verlasse ich Kenia und freue mich darauf, auch Ihnen, Ihre Traumreise zusammenstellen zu dürfen!”

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